Sehenswürdigkeit

1.4. Der Beatus

Der Beatus von La Seu d’Urgell ist ein außergewöhnliches Stück und von unschätzbarem Wert. Es handelt sich um ein Manuskript aus dem 10. Jh., reichlich verziert mit Miniaturbildern in leuchtenden Farben und von großem symbolischem Wert, von dem noch 239 Seiten erhalten sind.

Die Anmerkungen des Heiligen Joan zur Apokalypse wurden von einem Mönch namens Beat aus dem Kloster Liébana im kantabrischen Gebirge zusammengetragen. Das Manuskript wurde zu einer Zeit verfasst, in der die damalige spanische Kirche von den Muslimen in Al-Andalus in die Enge getrieben schien – gegen Ende des 8. Jh. Es wurde eine unbekannte Anzahl an Kopien des beatischen Textes angefertigt, die im 10. Jh. in den mozarabischen Klöstern koloriert wurden und von denen heute nur noch rund zwanzig erhalten sind. Sie finden sich in Museen auf der ganzen Welt, eines davon das Diözesanmuseum von Urgell.

Der Beatus von La Seu d’Urgell wurde wahrscheinlich gegen Ende des 10. Jh. erstellt. Seine ikonografische Realisierung ist außergewöhnlich und wird für uns zu einer wertvollen Informationsquelle über die Vorstellungen und die Mentalität der damaligen Gesellschaft und über verschiedenste Aspekte des alltäglichen Lebens.

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